Das australische Metall-3D-Druckunternehmen greift nach den Sternen

8. Juli 2021

SPEE3D, ein australisches Metall-3D-Druckunternehmen, wird mit seinem Projekt „SPAC3D“ einen revolutionären Durchbruch für Raketenanwendungen in der Raumfahrtindustrie erzielen.

SPEE3D 'SPACE3D' Logo für das SPAC3D/SPACE3D-Projekt

Die Hochgeschwindigkeitstechnologie von SPEE3D soll die Raumfahrtindustrie mit einer kostengünstigen Lösung zur Massenproduktion von 3D-gedruckten Raketentriebwerken aus Metall in Australien revolutionieren. Die Modern Manufacturing Initiative hat angekündigt, dass SPEE3D $1,25 Millionen an Fördermitteln aus dem MMI „Space“ Translation Stream-Zuschuss der Bundesregierung erhalten wird, mit zusätzlichen $312.000 an Fördermitteln von der Regierung des Northern Territory, um sicherzustellen, dass SPEE3Ds „SPAC3D“ (ausgesprochen: Das Projekt „Spaced“) nimmt Fahrt auf.

Die Herstellung von Raumfahrtkomponenten ist eine milliardenschwere Industrie, die in den nächsten fünf Jahren ein starkes Nachfragewachstum verzeichnen wird. Organisationen auf der ganzen Welt stehen jedoch derzeit vor einer gemeinsamen Herausforderung: lange Vorlaufzeiten für produktionsreife Raketentriebwerke.  

Das Metall-3D-Druckunternehmen SPEE3D hat die Lösung. Die Kaltspritztechnologie des Unternehmens druckt Metallteile 100- bis 1000-mal schneller als herkömmliche 3D-Metalldruckverfahren. Es ist auch die einzige Technologie, die in der Lage ist, Metallteile nach Bedarf zu wettbewerbsfähigeren Kosten als bei der konventionellen Fertigung zu drucken. 

SPEE3D hat bereits zuvor die Fähigkeit der Technologie zur Herstellung von Raketentriebwerkskomponenten demonstriert. Beispielsweise hatte der großformatige WarpSPEE3D-Drucker von SPEE3D in nur drei Stunden einen 17,9 kg schweren Copper Rocket Nozzle Liner zu einem Preis von weniger als $1.000 USD produziert. 

Mit seinem „SPAC3D“-Projekt will SPEE3D Pionierarbeit bei der Herstellung von hochwertigen, aber kostengünstigen 3D-gedruckten Raketentriebwerken aus Metall für den Weltraum leisten. 

Steven Camilleri, CTO von SPEE3D, erklärt: „SPEE3D hat mit unserem fortschrittlichen Herstellungsverfahren eine neue Methode zur schnellen Herstellung von Raketentriebwerken entwickelt. Das MMI-Stipendium wird es uns ermöglichen, mit anderen Partnern in Australien zusammenzuarbeiten, um flugfertige Triebwerke für den aufstrebenden industriellen Raumfahrtmarkt herzustellen und zu testen.“

Die Modern Manufacturing Initiative soll australischen Herstellern helfen, zu expandieren und Arbeitsplätze zu schaffen, um Australiens Fertigungskapazitäten zu steigern, die Zusammenarbeit zu fördern und neue Möglichkeiten für den Zugang zu nationalen und globalen Lieferketten zu identifizieren. Es stellt australischen Unternehmen Mittel zur Verfügung, um Projekte zu unterstützen, die qualitativ hochwertige Forschung in kommerzielle Ergebnisse umsetzen. Das „SPAC3D“-Projekt von SPEE3D bietet Australiens aufstrebender Weltraumindustrie zum ersten Mal die Möglichkeit, der weltweit führende Hersteller und Exporteur von Raketentriebwerken zu werden.

Bei der Modern Manufacturing Initiative der Regierung geht es darum, unsere Hersteller dabei zu unterstützen, wettbewerbsfähiger, widerstandsfähiger und in der Lage zu sein, neue nationale und globale Märkte zu erobern. Diese entsprechende staatliche Finanzierung wird Effusiontech (SPEE3D) dabei helfen, sein Geschäft auszubauen und Arbeitsplätze zu schaffen, während es gleichzeitig weitere Investitionen im verarbeitenden Gewerbe ankurbelt und Australiens Ruf als eine Nation festigt, die hochwertige Produkte herstellt“, sagt Christian Porter, Minister für Industrie, Wissenschaft und Technologie.

Der Chief Minister des Northern Territory, Michael Gunner, lobte SPEE3D als lokale Erfolgsgeschichte. „Dies ist ein weiterer großer Schritt nach oben für SPEE3D, die die Welt der fortschrittlichen Fertigung im Sturm erobern – den ganzen Weg vom oberen Ende. Wir sind stolz darauf, SPEE3D durch unseren Local Jobs Fund zu unterstützen, sie sind ein wahrer Beweis für das Territorium und seine Projekte wie SPEE3D, die uns als Australiens Comeback-Hauptstadt stärken.”   

Die nächste Phase des grün beleuchteten „SPAC3D“-Projekts von SPEE3D wird Hot-Fire-Tests und die Validierung der Nützlichkeit von additiv gefertigten Raketentriebwerken für kommerzielle Raumfahrzeuge sein.

17,9 kg Kupferraketendüseneinsatz 3D-gedrucktes Metall auf einer WarpSPEE3D-Maschine